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Intervallfasten – Essen nach der Uhr

785 Wörter
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gesellschaftliches essverhalten

Wir leben nach der Uhr, Tag ein Tag aus. Die meisten von uns sind von Kindesbeinen an gewöhnt drei feste Essensmahlzeiten zu haben, egal welcher Wochentag es ist. Ich war da lange keine Ausnahme und mein Magen funktioniert auch wie eine Uhr.

Bei vielen Deutschen (gerade in den höheren Altersstufen) sieht der Tagesablauf in etwa so aus:

  1. Frühstück (5 bis 9 Uhr)
  2. Zweites Frühstück (9 bis 11 Uhr)
  3. Mittagessen (12 bis 14 Uhr)
  4. Kaffeezeit (15 bis 17 Uhr)
  5. Abendessen (18 bis 20 Uhr)

Wir essen oft und viel, rund um die Uhr und da sind die vielen kleinen Snacks zwischendurch noch gar nicht mit eingerechnet, aber bewegen wir uns auch entsprechend unserer Nahrungsaufnahme? Wofür brauchen wir denn die Energie, die wir da über den ganzen Tag verteilt aufnehmen? Oder enthalten die Nahrungsmittel gar keine Nährstoffe mehr? Fragen über Fragen…

natürlich essen

Der Mensch hat einen gewissen Energiebedarf, wie wir schon anhand der Kalorien-Thematik aber auch beim intuitiven Essen beleuchtet haben, ist dieser aber durchaus reduzierter, denn der Mensch ist als Lebewesen auf Mangel und Hunger programmiert. Das heißt, dass wir im Stande sind, ohne regelmäßiges Essen, durchaus weite Strecken zurückzulegen.

Um sich dessen aber wieder bewusst zu werden, müssen wir wieder lernen mit weniger Mahlzeiten und weniger Nahrung auszukommen, denn primär braucht unser Körper Flüssigkeit. Nicht immer wenn unser Magen mutmaßlich leer ist, plagt einen auch der Hunger.

Intermittierendes Fasten

Wie funktioniert jetzt das intermittierende Fasten (auch Intervallfasten genannt)?

Das Vorgehen lässt sich schnell erklären: es gilt entweder die 2:5 Regel oder die 16:8 Regel. Bei der ersteren wird an zwei selbst gewählten Tagen der Woche auf die Nahrungsaufnahme verzichtet und nur kalorienfrei getrunken, was zugegebenermaßen nicht mein Modell ist.

Die zweite Variante, die ich auch selbst aktiv ausübe, funktioniert so, dass 16 Stunden am Tag NICHTS ESSBARES zu sich genommen wird (am besten nur Wasser oder ungesüßte Getränke getrunken werden) und die verbleibenden 8 Stunden gegessen werden kann. Nun klingen 16 Stunden sehr lange, ist es aber nicht.

Anhand meines Tagesrhythmus erkläre ich mal kurz, wie das dann aussieht:

Sagen wir es ist Montagmorgen: ich stehe um 5 Uhr auf, mache mich fertig, bereite das Essen und Trinken für die Arbeit vor und bereite dann den Bulletproof Coffee aus unserem Cold Brew samt der anderen Zutaten vor. Gegen 6 Uhr wird der Kaffee getrunken. Es geht dann noch einmal ins Bad und dann auf zur Arbeit. Dort angekommen wird von 8 Uhr bis 12 Uhr nichts gegessen.

Gegen 12 Uhr esse ich mein Mittag und gehe dann eine halbe Stunde spazieren. Gegen 17 Uhr breche ich nach Hause auf und bin dann zwischen 18 und 18:30 Uhr daheim. Meist ist das Essen schon fertig, wenn ich heim komme, das heißt es wird auch zeitnah gegessen. Wir trinken noch einen kleinen Hot ColdBrew White, wenn wir noch Hunger haben sollten etwas Kefir und vielleicht ein Stück (und ich meine ein Stück!) dunkle Schokolade zum Kaffee. Nach ca. 19 Uhr wird nur noch Wasser getrunken.

Um 22 Uhr geht es ins Bett und der nächste Tag beginnt wieder um 5 Uhr. Zu der Zeit haben wir schon 10 von den 16 Stunden rum. Da der Kaffee nur aus Flüssigkeit, Gewürzen und Fett besteht und nicht aus fester Nahrung geschweige denn Zucker, geht es weiter mit dem Fasten. Würden wir es schaffen uns mit nur 30g Kohlenhydrate  am Tag zu ernähren, blieben wir damit auch langfristig in Ketose. Was das genau ist, haben wir schon ein paar Mal in anderen Beiträgen erwähnt. 😉

Zur Mittagszeit, also zur ersten Mahlzeit des Tages sind sogar 17 Stunden vergangen, in denen nur getrunken (übrigens 1,4 Liter Filterwasser) und nicht gegessen wurde.

Je mehr man in seine Arbeit eingebunden ist, um so leichter fällt einem das auch und das Wasser füllt zusätzlich den Magen. Nach einigen Tagen der Umstellung, geht das dann schon ziemlich automatisch. Auch verbessert es die Konzentration und Sinneswahrnehmungen, was dadurch zu erklären ist, dass der Mensch auf der Jagd und auf der Suche nach Nahrung wachsam und ausdauernd sein musste, um erfolgreich zu sein.

Anstatt also an die 5 Mahlzeiten zu konsumieren, esse ich in der Regel 2 am Tag. Das hat im übrigen auch den postiven Effekt, dass wir den Körper genug wässern, was widerum gut für die Zellen ist. 🙂

Berühmte Intervallfaster

Dr. med. Eckart von Hirschhausen ist schon seit geraumer Zeit im Sinne des Intervallfastens unterwegs und gibt diverse Interviews, in denen er erzählt, wie er auf diese Art gute 10kg an Gewicht verloren hat.

Wenn es also schon Promis machen und die Qualitätspresse darüber berichtet, dann ist stark zu vermuten, dass ja doch was dran sein muss. 😀

Autorin

Susann
Susann
Zu meinen Hauptleidenschaften in meinem Leben (Musik, Sprache und Technik) haben sich seit einiger Zeit neue Themengebiete entwickelt. Ich bemühe mich unser Leben effizienter, nachhaltiger und gesünder zu gestalten, seit ich mit grünen Firmen in Kontakt gekommen bin und durch diese nun einiges anders sehe. Aber der totale Umbruch kam mit der "Krankheit" meiner Frau. Seitdem leben wir bewusster und teilen dies auch gern.

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