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Süß- oder nur Kartoffel?

418 Wörter
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Warum sollte ich keine Kartoffeln essen?

Kartoffeln zählen zu den Nachtschattengewächsen und diese können einigen Menschen mit Autoimmunreaktionen Probleme bereiten. Auch die Symptome derjenigen, die chronische Gelenkbeschwerden haben, können sich durch Nachtschattengewächse verschlimmern.

Kartoffeln haben einen relativ hohen Stärke- und damit Kohlenhydratanteil, welcher kontraproduktiv ist wenn man abnehmen möchte oder Probleme mit dem Blutzuckerspiegel hat.

Die Vorteile der Süsskartoffel

In hauptsächlich der Schale der Süßkartoffel dagegen ist die Substanz Caiapo. Diese hilft bei der Regulation des Blutzuckerspiegels und senkt den Nüchternblutzuckerspiegel bei Personen mit Diabetes mellitus Typ 2. Kann aber auch auf diese Weise der Entstehung einer Insulinresistenz (Diabetesvorstufe) vorbeugen. Außerdem sinken die Cholesterinwerte und das Blut verbessert sich allgemein.

Die glykämische Last (GL) gibt an, wie stark ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Je höher der jeweilige Wert, umso stärker steigt nach dem Verzehr des entsprechenden Lebensmittels der Blutzuckerspiegel. Die glykämische Last von Süsskartoffeln liegt bei 11 bis 12. Eine GL von unter 10 gilt als niedrig, Werte zwischen 10 und 20 als mittelhoch und Werte über 20 als hoch. Die GL von Süsskartoffeln ist also für ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel eher niedrig.

Wenn man sie mit Schale isst, sind sie besonders ballaststoffreich, was Verstopfung behebt, eine gesunde Verdauung fördert und außerdem auch Darmkrebs vorbeugt.

Da sie viel Kalium enthalten, können Süsskartoffeln das Auftreten von Herzinfarkten oder Schlaganfällen verhindern helfen. Kalium sorgt außerdem für eine gesunde Regulierung des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushaltes des Körpers. Auf diese Weise wird der Blutdruck stabilisiert und die Herzfunktionen werden gestärkt.

In ihnen sind auch viele Vitalstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe) enthalten. Ihre rosarote bis gelborange oder sogar violette Färbung verdankt die Süsskartoffel bestimmten sekundären Pflanzenstoffen wie etwa den Carotinoiden und Anthocyanen. Anthocyane sind hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale entschärfen und somit über eine hohe antientzündliche und antioxidative Wirkung verfügen. Ganz nebenbei wird das Immunsystem gestärkt.

Ja, sie sind in dieser Hinsicht sogar dem Vitamin C und dem Vitamin E überlegen. Auch Carotinoide gehören in die Gruppe der Antioxidantien, die Entzündungen, Krebs, Arteriosklerose, Asthma, Arthritis, Gicht, Rheuma, Alzheimer, Parkinson, Grauen Star, Alterung etc. vorbeugen helfen können.

Mangan, Folat (Folsäure), Kupfer und Eisen sind ebenfalls reichlich in der rosa Knolle enthalten. Dazu Vitamine plus die Vitamine des B-Komplexes (besonders B2, B6 und Biotin (B7)), das Ganze geschmückt mit hochwertigen Ballaststoffen – und schon ist ein großartiges Lebensmittel geschaffen.

Autorin

Verena
Verena
Als jemand, der in einem medizinischen Beruf arbeitet, befasse ich mich von Hause aus mit dem menschlichen Körper. Jedoch seit meiner "Diagnose Insulinresistenz" lebe ich es zusammen mit meiner Frau auch viel mehr aus und befasse mich viel mit Gesundheits- und Ernährungsthemen. Zudem haben wir vor Jahren dem "Mainstream" den Rücken gekehrt und befassen uns näher mit politischen Themen... und Lebensmittel sind sehr politisch.

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