Gedanken-Puzzle

weil alle Themen ineinander greifen

Theorien über Händigkeit

3011 Wörter
(20 MIN. LESEZEIT)

Ich bin immer wieder erstaunt, was es so alles gibt und die aktuelle Forschung so findet bzw. behauptet, wenn es um Händigkeit geht. Vor allem dachte ich schon, dass ich schon so einiges kenne, aber weit gefehlt. Man lernt eben nie aus, wie mir meine Linkshänderberaterin auch vor kurzem noch einmal bestätigte, als ich sie, in einer für mich wichtigen Sache, um Rat bat.

behauptungen zur händigkeit

In diesem Artikel kann man ganz zu oberst lesen, dass der soziale Einfluss bei der Händigkeit marginal sei, was ich persönlich für sehr weit hergeholt halte. Nicht zuletzt sollte man vergessen, da (sich selbst) Umerzogene auch ganz andere praktische Erfahrungen beitragen können, die eine völlig andere Sprache sprechen.

Right-Shift-Theorie

Im obigen Artikel wird die Right-Shift Theorie hinsichtlich der unterschiedlichen Händigkeit von Zwillingen erwähnt.

Ich zitiere: … Das erklärt übrigens, weshalb auch unter eineiigen Zwillingen ein Rechts- und ein Linkshänder sein können. Ihnen wurde der Right-Shift-Faktor nicht vererbt – sondern es wurde ‚gewürfelt‘, sie konnten mit je 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit Rechts- oder Linkshänder werden. …“

Immerhin wird zum Schluss hin gesagt, dass es weiterhin eher eine Vermutung ist.

Die Arbeit Händigkeit: ihre theoretischen Grundlagen und ihre Bedeutung für das Instrumentalspiel Reinhard Kopiez und Niels Galley betrachte ich hier punktuell näher und zitiere daraus, weil es mich ja auch gerade aus musikalischer Sicht interessiert, da nicht nur schreiben, sondern auch musizieren für das Gehirn ein Kraftakt sind.

Genetisch solle es wohl nur die Disposition zu Rechtshändern und Nicht-Rechtshändern geben, die sich wiederum in Links- und Beidhänder unterteilen lassen.

Somit hätten wir mindestens 3 Händigkeitstypen. Zu den Beidhändern kommen wir noch einmal später.

Messung und Theorien:

„ … Zusammenfassend ist die Händigkeitsmessung also weniger ein Methodenproblem, sondern mehr ein Theorieproblem:
Ohne eine zugrunde liegende Theorie der Händigkeit bleibt jede Schwellenwertbestimmung für die Klassifikation von Rechts- oder Nichtrechtshändern letztlich willkürlich. …“

KOMPENSATION DER HÄNDIGKEIT:

„ … Mit der „Umschulung“ der Schreibhand ist das Klavierspiel nicht vergleichbar. Aus instrumentalpädagogischer Sicht kann auf Grundlage der oben vorgestellten Studien also gefolgert werden, dass das Gehirn trotz einer vermutlichen Invarianz gegenüber der (genetischen) Händigkeit in Bezug auf komplexe sensomotorische koordinative Anforderungen sehr wohl zu erheblichen Anpassungsleistungen in der Lage ist. Vermeintliche Nachteile für Nicht-Rechtshänder werden höchstwahrscheinlich langfristig durch Übung kompensiert. Eine diagnostizierte Nicht-Rechtshändigkeit bedeutet demzufolge keinesfalls automatisch ein notwendiges Spiel auf einem invertierten Instrument. …“

DIE ABLEITUNG AUF DAS INDIVIDUUM:

„ …Wir können nicht ausschließen, dass es Einzelfälle gibt, in denen sich der Wechsel auf ein invertiertes Instrument positiv auswirken kann. Die Fallstudie über den Pianisten Christopher Seed bestätigt diese Sichtweise. Die Existenz solcher Minderheiten innerhalb der Population nicht-rechtshändiger Musiker kann nicht ausgeschlossen werden, womit unsere Ergebnisse aus kontrollierten Studien auch nicht im Widerspruch zu solchen Einzelerfahrungen stehen. …“

FUSSNOTE ZU GEZA LOSO:

„… Im deutschsprachigen Raum hat es der Pianist Geza Loso mit einem eigens für ihn konstruierten Flügel mit invertierter Klaviatur zu medialer Präsenz gebracht. Der von ihm betriebene „Musikverlag für Linkshänder“ lässt aber auch merkantile Motive für den Einsatz invertierter Klaviere erkennen (s. die Webseite http://www.gezaloso.de).

Die Zitate sprechen schon eine gewisse Sprache, auch finde ich es weniger „charmant“, dass sie Geza Loso (rein) monetäre Absichten unterstellen. Das Klavier ist das Leben dieses Mannes/der Familie, also warum nicht? Das stellt hier aus meiner Sicht eine Wertung/Meinung dar und als solche betrachte ich sie auch.

Jeder muss am Ende des Tages (noch) sehen, wie er sein Essen bezahlt. Er handelte aus seiner jahrelangen Erfahrung als Linkshänder, der laut Interviews immer unglücklich damit war nicht invertiert spielen zu können und sich daher dafür einsetzte ein linkshändiges Klavierspiel zu ermöglichen.

Niemand MUSS dieses Angebot annehmen, aber es ist aus meiner Sicht schön, dass es das gibt. Und sollte man da nicht mit den Schülern reden, die dieses Angebot annehmen, welche Erfahrungen diese im Laufe der Zeit gemacht haben?

Musik ist Ausdruck der Seele eines Menschen und die Leistung oder fehlerfreies Spiel sollte nicht so sehr im Fokus sein. Man höre sich manchen bsp. asiatischen Pianisten an, der perfekt spielt, aber das Gefühl dabei völlig auf der Strecke bleibt. Das ist für mich am Sinne der Musik vorbei, wenn es nicht berührt und sich eher nach Mechanik anfühlt.

Haarwirbel-Theorie

Noch interessanter wird es bei einer Arbeit, die ein Gen für Haarwirbel in Verbindung mit der Händigkeit bringt, was von diversen Forschern gleich direkt abgelehnt wurde, da die Ergebnisse nicht unbedingt verifizierbar waren.

Bei spontanen Testungen konnte selbige auch nicht überprüft werden. Der Haarwirbel eines Menschen sagt sicher etwas aus, aber ob es einen Zusammenhang zwischen dominanter Hand und Haarwirbel gibt, bleibt erst einmal unklar.

Ein besseres Bild kann man sich in diesem Clip dazu machen, aus dem auch die Screenshots stammen.

Amar Klar war ein indischer Forscher, der diese These durch seine Beobachtung aufstellte und relativ jung verstarb. So richtig viel lässt sich dazu irgendwie auch nicht im Netz finden. Der Ansatz ist jedenfalls spannend und mich hätte sehr interessiert, wie er darauf kam diese Faktoren im Zusammenhang zu sehen.

Wie ich gesehen habe, war er allerdings nicht der erste, der sich für Wirbel im menschlichen Körper interessierte. Clementine Reinmuth schrieb dazu 1941 ebenfalls ihre Gedanken nieder.

Theorien zu Beidhändigkeit (Ambidextrie)

Folgende Hausarbeit geht auf vorige Themen ein, aber auch noch einmal speziell auf die Beidhändigkeit.

Folgende Zitate seien zur Beidhändigkeit aufgeführt:

Zitat 1

„ … Dann gibt es noch die nicht so häufig vertretene Meinung, Beidhändigkeit sei ein erstrebenswertes Ziel. Dies geht zumindest teilweise auf das „Ambidextral Culture movement“ zurück, das Ende des 19ten bis Anfang des 20ten Jahrhunderts für Beidhändigkeit geworben hat, mit der Begründung, Beidhändigkeit würde zu höherer Gehirnleistungsfähigkeit führen. Es stellte sich aber ein Misserfolg ein, und führte in der praktischen Anwendung eher zu Problemen anstatt zu Verbesserung (vgl. Coren, 1990, S. 270) …“

Zitat 2

„… An dieser Stelle ist es wichtig, nochmal darauf hinzuweisen, dass Beidhändigkeit kein erstrebenswertes Ziel darstellt, sondern im Gegenteil auf eine Fehlfunktion hindeutet. Wie Sattler (1993 zitiert nach Sattler, 2003, S. 350f) berichtet, führen minimale zerebrale Dysfunktionen (MCD), die z. B. durch Sauerstoffunterversorgung während der Geburt entstehen, oft zu Beidhändigkeit. Aber auch eine Umschulung bewirkt eine funktionelle Störung des Gehirns und kann dieselben Folgen haben. Kinder, die eine MCD haben, und zudem noch umgeschult werden, trifft es doppelt. Das Gehirn kann sich in dem Fall nicht von der MCD erholen, kompensatorische Prozesse werden gestört. Durch diese Schädigung des Gehirns entstehen zunächst die Primärfolgen der Umschulung der Händigkeit. …“

Die Liste der Folgen ist sehr lang, wenn das Gehirn anders arbeitet als konzipiert.

Zitat 3

„… Umgeschulte Linkshänder müssen wie beschrieben mehr Energie aufwenden, um dieselben Leistungen zu vollbringen. Zusätzlich haben sie oft, wie beschrieben, emotionale Probleme und entwickeln neurotische oder psychosomatische Störungen. Natürlich gibt es keine für umgeschulte Linkshänder typische Neurose oder psychosomatische Symptome, vielmehr hängt dies von der Veranlagung des Menschen ab. Der eine neigt zum Magengeschwür, der andere zu Kreislaufstörungen, andere bekommen Kopfschmerzen und Migräne. Das gefährliche an neurotischen Störungen ist, dass den umgeschulten Linkshändern meist die Ursache ihrer Probleme nicht bewusst ist, oft ist die Umschulung selber schon lange vergessen. …“

widerlegung der Hemisphären Dominanz (?)

Das Gehirn ist eine Wundertüte, kann man nicht anders sagen. Im Grunde haben wir keine genauen Vorstellungen, wie es genau arbeitet und verschiedene Hypothesen wurden ins Leben gerufen, wie das Hemisphären Modell, was wir bsp. noch aus dem Bio Unterricht kennen dürften. Auf eben jenem fußt sehr viel. Nach diesem hat jede Gehirnhälfte strikte Aufgaben zugewiesen bekommen, wie man auch in meinem 1. Händigkeitsbeitrag grob sehen kann.

„Diese Anpassung des Gehirns wird als Neuroplastizität bezeichnet. Es handelt sich also nicht um strikt voneinander getrennte Bereiche, sondern sie können auch füreinander einspringen. Das geht sogar in extremen Fällen so weit, dass die eine Hemisphäre die andere komplett ersetzen muss. …“

(Quelle)

Eine solch strikte Trennung beider Hemisphären scheint also nicht zu existieren. Manfred Spitzer erwähnte in einem seiner Vorträge ähnliches, über ein kleines Mädchen, der man die linke Gehirnhälfte therapeutisch entfernt hatte.

Eine andere Betrachtung las ich in diesem Blogartikel zur Beidhändigkeit von Bernhard Bühr, der mit einigen Kommentaren von (funktionellen) Beidhändern, versehen ist und aufschlussreich war. Er warf interessante Fragen zur Händigkeit auf.

Die Beidhändigkeit hat offenbar auch einige Berührungspunkte mit Hochbegabung, was ich bemerkenswert finde.

Das Video dieses (erlernt) simultanen Beidhänders enthält eine spannende Selbstreflexion seinerseits. So schreibt er mittlerweile immer mit 2 Stiften gleichzeitig, auch wenn ich das ehrlich gesagt nicht können möchte.

Der Punkt, der aber immer wieder auftaucht und den ich essenziell wichtig finde, ist der Energiebedarf. Unter diesem halte ich es für wichtig sich zu beobachten und herauszufinden, wie ich was besser kann. Da bin ich noch gar nicht im Thema von möglichen „Verhaltensaufälligkeiten“ gelandet.

Unser Gehirn an sich ist erstaunlich lernfähig, wie auch diese Frau hier zeigt. Genauso beeindruckend ist die junge Künstlerin Racajenna, die BEIDHÄNDIG und auch BEIDBEINIG zeichnen kann. Sie muss über bemerkenswerte Gehirnkapazitäten verfügen.

Buchtipp:

Im Buch von „Marina Neumann – Natürlich mit links“ kommt nicht nur sie selbst, sondern auch auf die linke Hand zurückgeschulte Menschen zu Wort und schildern ihre eigenen Erfahrungen, die sie in ihrem Leben gemacht haben. Essenziell geht es, wie gesagt, um die Schreibtätigkeit, ebenso die musikalische Betrachtung, da diese Tätigkeiten, soweit bekannt, enorme Kapazitäten benötigen.

Den Kontrast dazu beschreibt Bernhard Bühr von einer Mutter und deren Sohn in einem weiteren Beitrag. Was in die eine Richtung, also von links auf rechts passieren kann, geht natürlich auch umgekehrt. Hier wurde die Beidhändigkeit mit Bevorzugung der rechten Hand bemängelt und linksschreibend korrigiert. Verliert man das Wohl des Menschen außer Augen, wie man hier herauslesen kann, läuft für mich etwas schief.

Zwillingsforschung

Die Theorie von der ich ebenfalls las ist, dass es bei Zwillingen sehr oft vorkommen soll, dass Zwillingspaare unterschiedlich händig sind. Einige Quellen konnte ich dazu ausmachen, die sich damit befasst haben. Nun kannte ich persönlich nur ein Zwillingspaar, bei denen es der Fall warm was natürlich nicht aussagekräftig ist.

„… Folglich müssen biologische Gründe angenommen werden. Da Händigkeit in Familien häufig weitergegeben wird, ein Viertel aller eineiigen Zwillinge aber unterschiedliche Händigkeiten aufweist,[6] geht man heute von Vererbungstendenzen aus, die nicht den mendelschen Gesetzen folgen. In jüngster Zeit sind genetische Erklärungen präzisiert und eine bestimmte Stelle auf dem Chromosom 2 genannt worden.[3] (Quelle)

Die Lage im Bauch

In dieser Antwort wird auf die Position im Mutterleib verwiesen, die das Kind energetisch beeinflussen kann und auch verschiedene Faktoren dafür sorgen, dass es zu Fehlstellungen kommt, wie am Halswirbel.

Zitat:
„ …Auch kompliziertere Geburten – per Saugglocke, Zange oder Kaiserschnitt zum Beispiel – können verhindern, dass das Baby seine frühkindlichen Geburtshelferreflexe abarbeitet oder wegen Blockaden wie etwa Halswirbelsäulen-​Trauma, Schiefhals oder Kopfgelenk-​induzierte Symmetrie-​Störung nicht robben, krabbeln und die Gehirnhälften nicht koordinieren kann. Dann wechselt das Kind weiter und kann nicht so leicht seine bevorzugte Seite finden. Jeder Mensch entwickelt ein Leben lang unter verschiedenen biopsychosozialen Bedingungen sein eigenes Lateralitätsmuster. Es ist also nicht so wichtig, ob man Links– oder Rechtshänder ist, vor allem muss die Koordination der beiden Gehirnhälften gelingen. …“
(Quelle)

Desweiteren ein kurzer Auszug aus dem Fachartikel von Michael Reiß – Zur Lateralität bei Zwillingen:

„… Die scheinbar höhere Linkshänderfrequenz ist sicher auch nicht unbedingt auf die Zwillingsembryologie zurückzuführen, sondern ist leichter durch intrauterine Ursachen zu erklären. Dies würde auch berücksichtigen, daß die Linkshänder­häufigkeit bei EZ und ZZ gleich hoch ist. Auch konnte BOKLAGE (1981) feststellen, daß zwischen Fehlbildungen, Nichtrechtshändigkeit und Zwillingen unabhängig von der Eiigkeit eine kausale Beziehung nachweisbar ist.

DANFORTH (1919) machte beispielsweise auch die Beobachtung, daß die Lage der Zwillinge zueinander eine wichtige Rolle spielt. So entwickeln Babies, die sich mit den Gesichtern häufig anschauen, diskordante Händigkeitstypen. Allerdings ist anzunehmen, daß dies nur eine umweltbedingte Theorie darstellt und nur zufällig mit der Händigkeitsverteilung zusammenhängt. Vielleicht spielt aber auch das Phänomen der bevorzugten Drehbewegung des Kopfes hier eine gewisse Rolle (LIEDERMAN 1983). …“

Ehrlich gesagt erinnert mich das an eine Sequenz, was ich in einer Tiefenentspannung wahrnahm:
Ein Zwillingspäärchen, was sich erst ansah und dann voneinander abwendete, verbunden über ein Band an einem Fuß. Woher das Bild genau kam, weiß ich nicht, aber es war sehr einprägsam.

Wie ich jetzt (erst) weiß, gab es in meiner Familie auch solche Geburten, was wieder ein interessanter Ansatz für weitere Nachforschungen ist. Bei einem Fall stimmt das Holen mit der Zange mit verdeckter Linkshändigkeit bereits bestätigt überein.

Die Geburt

Jeder der kann, sollte sich mal erzählen lassen, was Eltern oder Verwandte noch wissen, egal wie banal es erscheinen mag, ob es eine Drehung im Bauch gab, Schmerzen, Abgänge, Zwischenblutungen, wie sich die Mutter gefühlt hat, was für soziale Umstände es in der Zeit gab und so weiter.

Ein Zusammenhang zwischen Geburtsumständen und Händigkeit, wie oben beschrieben, konnte sich im familiären Umfeld bereits durch die persönliche Biografie bestätigen lassen.

ERfahrung aus der Terlusollogie

Ein kurzer Auszug aus: Romeo Alavi Kia. „Sonne, Mond und Stimme.“

„So berichtete eine lunare Teilnehmerin an einem unserer Seminare von ihrer letzten Geburt, wo ein rigoroses »Kopf auf die Brust« während der Preßwehen das Ausrenken mehrerer Halswirbel zur Folge hatte. »So etwas passiert schon mal!« war der Kommentar.“

Ich gehe an dieser Stelle nicht erneut auf die Atemtyplehre Terlusollogie ein. Wer dazu ein paar Infos haben will, liest diesen Beitrag von mir oder auch diesen hier.

„grau ist alle theorie…“

wusste schon Goethes „Faust“ im gleichnamigen Stück.

Für die Forscher bleibt es offenbar nach wie vor ungeklärt, warum eine bestimmte Hand bevorzugt wird.

„Wissenschaft ist der neueste Stand bewiesener Irrtümer.“
(Andreas Tenzer)

Wie wir sehen, gibt es zahlreiche Theorien und Studien mit wenig Aussagekraft und das in jede Richtung, weswegen ich dafür bin eben immer wieder bei allen Untersuchungen (vor allem) bei sich selbst zu schauen. Was für den einen gilt, ist noch lange nicht für den andern gültig.

Alternative Ansätze, gehen von einer annähernden Gleichverteilung der Händigkeitstypen aus, was mir plausibel erscheint. Warum sollten es bei einer 50/50 Chance nur 10 bis 20% der Menschen sein?! Wir haben nun einmal 2 Hände. Somit müsste also im Sinne der „Normalverteilung“ die Zahl schon höher sein. 😉

Sowohl die Terlusollogie, wie bereits erwähnt, als auch die germanische Heilkunde als neue Medizinform setzen sich mit dem Thema Händigkeit und Gehirn stark auseinander.

Ein Auszug zur Stellung der Händigkeit in der Neuen Medizin:

„Ohne die Feststellung der Links- oder Rechtshändigkeit kann man aber in der Germanische Heilkunde® nicht arbeiten. Denn bei der rechtshändigen Frau ist die linke Brust für das Kind und die Mutter der Frau und das Nest zuständig und die rechte Brust für den oder die Partner, wozu eigentlich alle übrigen Menschen, außer kleinen Kindern oder als Kinder empfundene Menschen und Tiere gehören. Bei der Linkshänderin ist das genau umgekehrt.“
(Quelle)

Schwer einzustufende Bevorzugung einer Hand:

„Aber die Sache ist nicht immer ganz so eindeutig rechts oder links, wenn auch meist eine Seite bevorzugt wird. Mein Sohn z.B. wirft mit rechts, schreibt mit links, nimmt den Hammer mit links, schießt den Fußball mit dem rechten Fuß und Tennisspielen kann er mit beiden Händen nahezu gleich gut. Trotzdem ist er ein Linkshänder.“
(Quelle)

Ob funktionelle Beidhändigkeit nun ein Nachteil ist, kann ich nicht sagen, da ich mich mit diesem Thema bisher weniger beschäftigt habe. Allerdings wird auch bei diesen von einer ausgeprägten starken Seite gesprochen, was stark nach der eigentlichen Unterteilung der Händigkeit klingt.
Man könnte also auf die Idee kommen, dass es eine Frage der Definition ist, zumal Linkshändigkeit, meinem Kenntnisstand nach, zu Beidhändigkeit gezählt wird. Im Falle der germanische Heilkunde eine wichtige Information, die gesichert sein sollte.

Meinem Gefühl nach möchte man sich bei der Beidhändigkeit nicht so genau festlegen, aus diversen Gründen, kann man mit beiden Händen gut arbeiten und hat dies so irgendwann gelernt. So die Menschen sich damit wohl fühlen, ist das aus meiner Sicht auch völlig in Ordnung. 🙂

Würde es hier um Sexualität gehen, würde man es vielleicht zum Beispiel mit Bisexualiät vergleichen können. Sie finden eben beides gut.

Allgemeine Fragen zu wissenschaftlichen Arbeiten
  • Können und sind alle möglichen Faktoren berücksichtigt worden?
  • Welche Studien werden publiziert und welche nicht?
  • Wer finanziert entsprechende Arbeiten und mit welchem Hintergrund?
  • Wie werden die Ergebnisse ausgelegt und interpretiert?

Die Wissenschaft schafft Wissen, dazu ist sie da. Hypothesen und Theorien müssen dennoch zu jeder Zeit widerlegbar sein und vor allem, wie in diesem Falle, das Wohl des Individuums dabei nicht vergessen werden. Alle in einen Topf zu werfen, wird da wohl nicht helfen, egal in welchen.

Am Ende des Tages muss jeder selbstverantwortlich entscheiden und eigene Erfahrungen machen.

Weitere Quellen

the believeroragnization – Händigkeit 
wikibrief – Zwillinge und Händigkeit

Beidhändigkeit

https://www.ifll.at/händigkeit/beidhändigkeit/
https://www.linkehand.at/wissenm.php
https://gesundheitsexpertin.wordpress.com/2010/01/26/wenn-beidhandigkeit-zum-problem-wird/
https://www.linkshaender-markt.de/hintergruende-ueber-beidhaender/

Hemisphären

https://www.biologie-seite.de/Biologie/Hemisphärenmodell
https://www.karstennoack.de/hemisphaeren-theorie/
https://liebeundhirn.de/rechte-hirnhaelfte-emotionen/
https://liebeundhirn.de/ueberkreuz-bewegungen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Hemisphärenmodell

Autorin

Susann
Susann
Schon als Kind war ich verzaubert von der Musik und Technik, die mir erlaubte noch mehr Klänge zu hören.
In der Schule, gerade im Abitur, lernte ich Worte immer mehr zu schätzen und hinterfrage Sprache, Worte und Zeichen aktiv.
Ab 2017 trat dann der Komplex Gesundheit vermehrt in unser Leben.

Primär werde ich zu diesen meine Gedanken kundtun. Mit zunehmender Beschäftigung damit fiel mir auf, dass diese Bereiche nicht so voneinander abgegrenzt sind, wie man vielleicht denken könnte.

Das eine führt zum nächsten und alles verbindet sich.

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