Gedanken-Puzzle

weil alle Themen ineinander greifen

Terlusollogie & vernetztes Denken

997 Wörter
(7 MIN. LESEZEIT)

Das Thema Terlusollogie bleibt aus verschiedenen Punkten immer noch interessant für mich. Bei der Recherche von Körperbewegung und Verhalten, stieß ich auf ein Interview zum Thema Stimme und Atem, was mich so sehr begeisterte, dass ich beschloss das Buch
Sonne, Mond und Stimme zu kaufen und direkt durchzulesen, da mich Stimme und Musik ja nun auch dezent interessiert. 😉

Die Essenz dessen war für mich, dass man seine eigene Natur stets im Auge behalten und sich dahingehend prüfen sollte, was ich wie am besten kann und mit dieser möglichst im Einklang lebe.

Romeo Alavi Kia (Ausatmer) merkte in seiner jahrelangen Tätigkeit als Stimmbildner, dass er bei einigen Menschen an seine Grenzen stieß und sich zusammen mit Renate Schulz-Schindler (Einatmer) auf die Atemtypenlehre einließ, um so von erstaunlichen Ergebnissen zu berichten.

Veränderte Sitzpositionen beim instrumentierten bewirkten einen Wandel in der musikalischen Darbietung und eine veränderte Atmung konnte eine eher matte Stimme ein höheres Volumen bescheren.

Natürlich braucht es Zeit und Interesse das ureigene Verhalten wieder zu entdecken. Was einem dient, wird behalten und der Rest bleibt eh nicht, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

angeborenes & erlerntes verhalten

Was ist meine Natur? Kann diese Frage noch irgendjemand so genau für sich beantworten? Was ist mit mir „kompatibel“ und was vielleicht nicht?

Die Antwort: „Das habe ich schon immer so gemacht“
sollte besser auch hinterfragt werden, denn auch hier darf nicht vergessen werden, ob es das eigene Verhalten ist, was sich ausdrückt.

Genau dem kann man nur immer wieder auf den Grund gehen.Was ist meine eigene Wahrheit? Wie fühlt sich was für mich an?

bewegte gedanken im alltag

Während meine Frau und ich unsere Fahrräder optimieren, kamen mir diverse Gedanken in den Sinn. Wir sind beide (laut Berechnung) Ausatmer, stehen auf dem linken Bein und starten unsere Fahrt mit dem rechten Bein, was nach meiner Erfahrung, ganz typisch ist.

Und so fragte ich mich:

  • ‚Warum muss der Fahrradständer links sein?‘
    • Das kann ich mir immerhin über die Bedienung mit dem rechten Fuß erklären und genau diesen Umstand bemängeln auch Linkshänder.
  • ‚Warum ist die Klingel an unseren Rädern links montiert worden (obwohl die Mehrheit der Menschen angeblich Rechtshänder sind)?‘
    • Das variiert tatsächlich bei den Herstellern und lässt sich auch immerhin schnell mal ändern.
  • ‚Warum wird die Vorderradbremse links und die Hinterradbremse rechts ausgelöst?‘
    • Früher habe ich immer intuitiv mit links gebremst, die allerdings die Vorderradbremse betätigt und somit sehr hart bremst. Hier besteht allerdings die Gefahr, sich nach vorn zu überschlagen. Dadurch bin ich nun darauf bedacht eher mit der rechten Hand oder mit beiden Händen zu bremsen, obwohl ich es vom Gefühl her anders machen würde.

Das Fahrrad geht angeblich auf Leonardo da Vinci zurück, was mir die Serie „Es war einmal Entdecker und Erfinder“ als Kind so bereits näher gebracht hatte > siehe hier. Mittlerweile ist wohl Leonardo als Erfinder widerlegt worden.

Mehr über die Entwicklung bis zum heutigen Rad findet sich beispielsweise auf dieser Seite kurz und übersichtlich.

„Sicherheitsniederräder“ gibt es heutzutage dennoch in bekannter Bauweise.

gesellschaftliche Bevorzugung(?)

Dieser Artikel teilt genau die gleichen Gedanken, die ich auch hatte, dass Ausatmer wahrscheinlich analog zu Rechtshändern bevorzugt werden. Auch hier kam man zu dem Schluss, dass Rechtshändigkeit sich im bevorzugten Ausatmen fortsetzt. Bei sportlichen & musischen Aktivitäten fällt das offenbar besonders auf.

Das ist gesellschaftlich nur folgerichtig, da jeweils eines dominant auftritt und daher war das für mich völlig einleuchtend.

Atem und lateralität

Auch der eine Kommentar einer Linkshänderin bei zuvor genanntem Artikel unter dem Punkt Kritik, war für mich sehr interessant.

Sie sagte, dass sie trotz dem sie Linkshänderin sei, ihre starke Seite auf der rechten Körperhälfte hätte, was erst einmal widersinnig wirkt.

Warum das bei ihr so ist, kann allerdings nur sie wissen und ergründen. Umerziehung ist natürlich auch in beide Richtungen möglich. Es wäre ja ignorant zu glauben, dass das nicht ginge.

Ob darüber jemand redet, dass Rechtshänder zu Linkshändern erzogen werden, da vielleicht die Eltern links hantieren?
Das ist genauso denkbar und möglich für mich, wie andersherum.

Der Atem ist ein Naturgesetz, dem sich alles nachrichtet, allerdings kann auch dieser „umgeschult“ werden und man für sich falsche Verhaltensweisen antrainieren, die einen ins straucheln bringen.

ganzheitliche betrachtungen

Der Mensch als Dreiheit von Körper Geist und Seele ist ein in sich logisches System. Das Leben organisiert sich einfach, aber komplex, nicht kompliziert! Die Komplizierungen sind aus meiner Sicht künstlich und unnötig.

Menschen erleben diverse Symptomatiken, bei denen man wieder nur vielschichtig untersuchen kann, was spezifisch dahinter steht.

Ich schließe auch immer mehr darauf, dass Atem und physiologische Prozesse sich bedingen. Dahingehend müsste eben viel mehr auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingegangen werden, was ich durchaus für möglich halte, es aber wie am Beispiel des Fahrrads eine individuelle Konfiguration nach sich zieht.

Realisierbar ist es alle Mal, aber es bedarf eines vernetzten Denkansatzes.

Ein anderes Beispiel war ein ergonomischer Rad Shop, der sehr viel clevere Sachen hatte, bis hin zu einer Hose, die einen Strahlenschutz für das Smartphone bot, allerdings nur die rechte Hosentasche, was für mich wieder uninteressant ist, da ich mein Handy immer in der linken Hosentasche habe, da ich es auch mit links aus selbiger wieder herausnehme.

Befasst man sich mit Umdenkern, wie beispielsweise Carsten Pötter, von dem ich nicht nur sein Buch Lebensnetze, sondern auch einige Interviews sah, so wird bei genauer Fragestellung einleuchtend, wie vielschichtig der Mensch mit diversen energetischen Systemen im Kontext steht.

Wir leben in einer bipolaren Welt, Sonne & Mond, Mann & Frau, links & rechts und so weiter. Nach diesem Prinzip ist sie konzipiert. Natürlich gibt es zwischen den beiden Polen immer auch diverse Graustufen.

Autorin

Susann
Susann
Schon als Kind war ich verzaubert von der Musik und Technik, die mir erlaubte noch mehr Klänge zu hören.
In der Schule, gerade im Abitur, lernte ich Worte immer mehr zu schätzen und hinterfrage Sprache, Worte und Zeichen aktiv.
Ab 2017 trat dann der Komplex Gesundheit vermehrt in unser Leben.

Primär werde ich zu diesen meine Gedanken kundtun. Mit zunehmender Beschäftigung fiel mir auf, dass diese Bereiche nicht so voneinander abgegrenzt sind, wie man vielleicht denken könnte.

Das eine führt zum nächsten und alles verbindet sich.

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