Gedanken-Puzzle

weil alle Themen ineinander greifen

Mehr ist weniger…Müll

709 Wörter

Vor gar nicht allzu langer Zeit gehörte ich noch zu den Menschen, die sich niemals Gedanken um Müll oder zuviel Plastik im Ozean gemacht haben. Dafür tue ich es jetzt umso mehr.

Erste nachhaltige gedanken

Mein Denken nahm durch meine ehemalige Arbeitsstelle eine Wende. Ich befasste mich zunächst berufsbedingt mit CO2Verbrauch und klimaneutralem Reisen. Auch ging es darum den Fleischkonsum zu reduzieren oder um Ökostrom.

Dann trat ich eine neue Stelle an, diese war ebenfalls nachhaltig. Dieses Mal ging es nicht um das Reisen oder Urlaub, sondern um grüne Technik. Es stimmt also, der nachhaltige Gedanke ist da, aber wird er auch gelebt? Richtig gelebt?

ökologischer leben

So langsam hat sich ein anderes Bewusstsein herausgebildet. Jedes Mal wenn ich auf den Social Media Kanälen unterwegs war, sah ich immer mehr Beiträge über Müll und Plastik. Dann entdeckte ich Seiten wie Utopia, die sich mit nachhaltigem Leben befasst.

Gerade habe ich das Audiobook „Ohne wenn und Abfall“ von Milena Glimbovski zu Ende gehört und auch dort wieder viel dazu gelernt.

Wie ändert man seine Gewohnheiten?

Durch die ganzen Tipps, hat man natürlich viel Input bekommen, aber auch das braucht einen Plan. Daher habe ich mir vor einiger Zeit eine Liste erstellt, mit dem Vorhaben je nach Finanzlage und Aufwand eines nach dem anderen umzusetzen.

Das sieht in etwa so aus:

zu ersetzendes Produkt: Einweg-Taschentücher
nachhaltiges Produkt: Baumwolltaschentücher

Auf die Art schaut man alles durch. Das sind die ersten kleinen Schritte in Richtung eines müllfreieren Lebens. Seine alten Sachen muss man aber nicht dem Müll übergeben oder der gleichen. Um beim Beispiel Taschentuch zu bleiben – diese braucht man einfach auf und kauft sich in der Zwischenzeit seine nachhaltige Alternative.

Tatsächlich haben wir aber zuerst den Stromanbieter auf einen Ökostrom Anbieter gewechselt.

So nach und nach wird alles durchgesehen und geschaut, womit es zu ersetzen geht.

Alle lebensBereiche greifen ineinander

  • Strom- und Gasanbieter
  • Banken
  • Krankenversicherung
  • Restaurants
  • Biomärkte und Unverpacktläden
  • öffentliche Verkehrsmittel (ÖPNV, Bus Fernreisen, Bahn)
  • Küchenbedarf (Brotkasten, usw.)
  • Aufbewahrung im Allgemeinen (bis hin zur Geldbörse)

Beispiel Küche

Plastikdosen können durch Metallboxen oder Glasgefäße ersetzt werden. Das sollte man auch langfristig ziemlich kompromisslos tun, jedenfalls weil diese, wenn sie in einer Mikrowelle genutzt werden, immer noch Plastikbestandteile oder auch Weichmacher ans Essen abgeben.

Möchte man unbedingt Plastik nutzen, dann sollte man darauf achten, dass dieses BPA frei ist, zum Beispiel ist der Kunststoff Tritan lebensmittelecht, aber leider auch nur ein Jahr verwendbar.

Ausnahme:

Besser ist allerdings ohne, aber manchmal geht das eben nicht so ohne weiteres. Hat man beispielsweise einen Kefir oder auch Kombucha braucht man noch einige Plastikutensilien, Löffel, Sieb und Trichter, da diese Mikroorganismen, ähnlich wie Hefe leider kein Metall mögen.

Das Dilemma mit dem Kaffee…

Original Kapselkaffee mit Plastik-Kapseln:

Wenn es um Kaffee geht, ist das schlimmste, was man machen kann, eine Kapselmaschine zu nutzen. (Leider gibt es das inzwischen auch für Tee…) Jede Kapsel ist unnötiger Müll.

Es gibt allerdings Refill-Lösungen, die hingegen durchaus umweltfreundlich sind.

Kaffeepad-Maschinen wie Philips Senseo:

Die Senseo Twist & Milk haben wir noch. Lange Zeit wurde diese mit herkömmlichen Pads genutzt. Zuerst hatte ich damals ein Kunstoff Pad noch von meiner ersten Senseo, die mich lange begleitet hat. Dieses konnte man mit gemahlenem Kaffee befüllen. Die nachhaltigere Variante davon ist der Coffee Duck aus Metall.

French-Press Verfahren:

Der beste Kaffee bisher ist der kaltgebrühte aus der French-Press. Das Gefäß ist nachhaltig und die Bohnen werden vor Gebrauch frisch gemahlen. Leider kommen die Bohnen selten ohne Plastikverpackung aus, aber alles hat seine Grenzen….leider.

Mehr Infos zu dem Thema Kaffee und Ökobilanz gibt es hier.

Anstatt von Plastiktüten geht man mit Jutebeuteln und Netzen einkaufen.

Ich könnte jetzt ewig so weitermachen, aber das würde nur langweilen. Der Fakt ist, wenn man ökologischer sein will, dann ist es an der Zeit zu schauen, wie man auf unnötiges Plastik verzichten kann.

Einige gute Anlaufstellen:

Autorin

Susann
Susann
Schon als Kind war ich verzaubert von der Musik und Technik, die mir erlaubte noch mehr Klänge zu hören.
In der Schule, gerade im Abitur, lernte ich Worte immer mehr zu schätzen und hinterfrage Sprache, Worte und Zeichen aktiv.
Ab 2017 trat dann der Komplex Gesundheit vermehrt in unser Leben.

Primär werde ich zu diesen meine Gedanken kundtun. Mit zunehmender Beschäftigung damit fiel mir auf, dass diese Bereiche nicht so voneinander abgegrenzt sind, wie man vielleicht denken könnte.

Das eine führt zum nächsten und alles verbindet sich.

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